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Qualitätssicherung

Unter DRG-Bedingungen wurde die Qualitätssicherung immer als zentraler Punkt proklamiert. Dahinter steht die Idee, dass unter wettbewerblichen Bedingungen Qualität ein Marketinginstrument ist, aber wohl auch, dass unter ökonomisierten und industrialisierten medizinischen Prozessen das Risiko besteht, dass der Kostendruck die Qualität verschlechtert. Zwei Probleme sind mit der Qualitätssicherung im DRG-Zeitalter verknüpft:

  • Aktuell gibt es in der Schweiz relativ wenig gute Messinstrumente, welche zudem alle Outcome orientiert sind. Das Messen des Ausgangs scheint auf Anhieb vernünftig, führt aber dazu, dass potenziell Gesunde überbehandelt werden und Schwerkranke unterbehandelt (hier kann das Resultat oft nicht optimal sein!). Entsprechend sollte unter DRG-Bedingungen in erster Linie eine Indikationsqualitätsmessung stattfinden.
  • Indikationsmessungen der Qualität sind bisher überhaupt nie durchgeführt worden. Es gibt keine validierten Instrumente. Eine Mengenausweitung ist damit, insbesondere in den interventionellen, gut bezahlten Bereichen vorprogrammiert und in Ländern, die DRG schon länger anwenden, auch beobachtbar.