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Thema Begleitforschung

2003 wurden in Deutschland die G-DRG ohne Begleitforschung eingeführt, was später u. a. auch deshalb bedauert wurde, weil ein Vergleich der Situation vor und nach Einführung nicht mehr möglich war. In der Vorbereitungszeit auf die SwissDRG wurde deshalb von allen Seiten gefordert und auch versprochen, diesen Fehler nicht zu wiederholen, sondern mit der Begleitforschung mindestens ein, besser zwei Jahre vor dem Systemwechsel zu beginnen. Leider wurde dies nicht umgesetzt und sowohl das BAG als auch die SwissDRG AG haben sich – im Gegensatz zu den Empfehlungen im Konzept der FMH vom 22.09.09 - für die Begleitforschung als nicht-zuständig erklärt (siehe u.a. www.fmh.ch und Editorial säz 34-10).

 

Die Begleitforschung hat zum Ziel die detaillierten Auswirkungen des neuen Systems auf die Patienten, auf die behandelnden Ärzte und die Pflegenden, sowie auf die Behandlungsqualität zu erfassen.

 

Sicher ist, dass es keine einheitliche, zentral geleitete Begleitforschung gibt und schon gar keine, die am 01.01.11 begonnen hätte. Verschieden Teilprojekte sind am Laufen oder sollten mit Einführung der SwissDRG am 01.01.12 zu laufen beginnen.

 

Neben FMH und H+ gibt es ein Projekt des Instituts für Biomedizinische Ethik der Universität Zürich (IBME, Frau Prof. Biller-Andorno) zum Thema „Impact of Diagnosis Related Groups on patient care and professional practice“ und daneben sind verschiedene weitere Projekte geplant, über die wir aber keinen Überblick haben. Das IBME ist daran, eine Übersicht über möglichst alle Institutionen und alle Themen zu gewinnen, welche sich mit der Einführung und Auswikungen von SwissDRG im Sinne der Begleitforschung befassen.

 

Wir werden diese Übersicht, bzw. den Link dazu aufführen, sobald sie erstellt ist. Wir sind aber auch jedem einzelnen Leser dieser Seite dankbar für Ergänzungen und Kommentare.